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Fortbildung für Lehrer2019-05-06T21:58:19+02:00

Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer

Kinder und Jugendliche brauchen Erwachsene, die die Verantwortung für die Beziehung voll und ganz übernehmen, klar sagen können, was sie wollen und die Gedanken und Gefühle der Schüler miteinbeziehen. Sie können eine persönliche Autorität entwickeln, vor der Kinder und Eltern gerne Respekt haben.

Wir machen Ihnen konkrete Vorschläge, wie Sie Kinder mit einer persönlichen Sprache erreichen können und so eine Alternative zum sogenannten “Grenzen setzen”, Loben und Ermahnen finden können.

Themen der Fortbildung

In Konfliktsituationen mit Eltern ist es nicht immer einfach den richtigen Ton zu treffen. Wenn ErzieherInnen sich Sorgen um die Entwicklung ihrer Schützlinge machen oder das Gefühl haben, die Eltern kümmern sich nicht richtig, ist viel Feingefühl angesagt damit gegenseitige Vorwürfe und Missverständnisse die Eltern-ErzieherInnen-Beziehung nicht negativ beeinflussen. Die Erziehungspartnerschaft von Eltern und ErzieherInnen in Zeiten der frühen und umfassenden Kinderbetreuung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Kinder können sich besonders gut entwickeln, wenn Eltern und ErzieherInnen in einem respekt- und vertrauensvollen Dialog stehen und die Kinder gemeinsam begleiten. Der Schlüssel liegt im persönlichen Gespräch: Die Kita als Gastgeber lädt die Eltern zur Mitarbeit und zu aktiven Gesprächen ein, um die Lebenswelten des Kindes von allen Seiten zu verstehen und zu vereinen. Der Workshop vermittelt anhand von Rollenspielen und Dialogen an konkreten Fragen und Fallbeispielen aus der täglichen Praxis das Handwerkszeug und die Zutaten für einen gleichberechtigten und nachhaltigen Dialog mit den Eltern. Mit viel Input und Humor lernen Sie aktiv den Gesprächsrahmen für ein Elterngespräch zu gestalten, „Türöffner“ und „Türschließer“ richtig anzuwenden und Eltern zur Mitarbeit zu motivieren.

Der Gesetzgeber sieht vor, dass Kinder in der Kita mehr Mitsprache und die Möglichkeit zur Beschwerde bekommen. Unser Blick auf Kinder hat sich verändert: Wir brauchen in einer sich ständig wandelnden Gesellschaft nicht mehr in erster Linie gehorsame und angepasste Kinder, sondern eigenverantwortliche, kreative, teamfähige sowie selbständig denkende und handelnde Menschen. Die Weichen für diese Entwicklung werden früh gestellt. In der Kindertagesstätte erfahren Kinder, dass sie an Entscheidungen teilhaben, in ihren Anliegen gehört und verstanden werden und selbständig Aufgaben übernehmen können. Entscheidend ist unsere Haltung Kindern gegenüber: Wenn wir sie als gleichwürdig und kompetent sehen, wird sich dies in unserer Kommunikation und unserem pädagogischen Handeln widerspiegeln. Wir gestalten vor allem „zwischen den Zeilen“ die Atmosphäre, in der Kinder sich zu eigenständigen, sozialen und willensstarken Menschen entwickeln können. Und es braucht Gremien und Strukturen, die Kindern die Möglichkeit zur Mitsprache und Beschwerde geben. Der Workshop vermittelt anhand von Rollenspielen und Dialogen an konkreten Fragen und Fallbeispielen aus der täglichen Praxis das Handwerkszeug und die Zutaten für einen gleichwürdigen Umgang mit Kindern. Außerdem erarbeiten wir sehr konkret, wie Sie Strukturen verändern und Kinder praktisch an Entscheidungen beteiligen können.

„Auffällige“ Kinder fordern uns heraus. Oft reagieren sie nicht auf unsere pädagogischen Maßnahmen, wir fühlen uns verunsichert und hilflos. Das Gefühl, weder das Kind noch die Eltern zu erreichen, macht oft unterschwellig wütend. Die Kinder fühlen sich ebenfalls unverstanden und „falsch“. Verhaltensauffälligkeiten sind Symptome, die in Botschaften des Kindes übersetzt werden müssen. Kinder können nicht in Worte fassen, was ihr seelisches Gleichgewicht stört, sie können sich nur auffällig verhalten und damit auf sich aufmerksam machen. Sie brauchen Erzieherinnen, die diese Botschaft entschlüsseln können, ihnen Entwicklungsraum geben und in der Lage sind, mutige und wertschätzende Gespräche mit ihren Eltern zu führen. Anhand von vielen Fallbeispielen aus Ihrer täglichen Praxis lernen Sie das Verhalten von Kindern zu verstehen und passende Lösungsansätze zu finden. Auf der Grundlage unserer Erfahrung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie beantworten wir Ihre Fragen zu den verschiedenen Auffälligkeiten und ihren Besonderheiten. In Rollenspielen üben wir Dialoge über schwierige Situationen mit Eltern und Kindern.

Aggressive Kinder sind Problemkinder! Das ist die vorherrschende Meinung. Aggressives Verhalten ist in unserer Gesellschaft unerwünscht, weil es nicht ins pädagogische Weltbild passt, denn wir wünschen uns ein Zusammenleben in Harmonie – ohne Wut und Gewalt. Dabei ist die Aggression eine wichtige Schubkraft im Leben. Ohne sie wären wir nicht in der Lage, Ziele zu verfolgen, unsere Träume zu verwirklichen oder unsere Lieben zu beschützen. Für die psychische Gesundheit ist es unbedingt notwendig, diese Emotion zu integrieren, damit sie nicht zur Gewalt wird. Dieses Seminar liefert Erzieherinnen spannende Einblicke in das Tabuthema Aggression und befähigt sie, Kindern bei der Verarbeitung dieses lebenswichtigen Gefühls eine echte Unterstützung zu bieten. Nach einer Power Point Präsentation befassen wir uns mit Ihren Fragen zum Thema, erarbeiten konkrete Handlungsmöglichkeiten und üben diese -wenn gewünscht- in Rollenspielen. Gerne spielen wir auch Dialoge mit Kindern selbst vor.

Im Zeitalter von Pisa, Bildungsdokumentation und Förderwahn geraten Erzieher, Eltern und Kinder zunehmend unter Druck. Alle wollen beste Bildungschancen für die Kinder, doch wie geschieht Bildung? Für das Lernen ist nicht nur Förderung wichtig, sondern vielmehr eine klare und gleichwürdige Beziehung. In diesem Workshop reden wir darüber, was Kinder wirklich brauchen, um für die Schule gut vorbereitet zu sein und dort erfolgreich lernen zu können. Sie erfahren, was Sie tun können, um Ihre Beziehung, die Räume und Förderangebote so zu gestalten, dass Kinder wichtige Lernerfahrungen machen können und ein gesundes Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten entwickeln können. Wir reden auch über den Sinn und Unsinn der Bildungsdokumentation und über einen angemessen Umgang damit! Ziel des Workshops ist es, dass Sie sich als Erzieherin als hilfreich und wertvoll für die Kinder erleben – statt unter Leistungs- und Erwartungsdruck zu stehen. Wir vermitteln Ihnen die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung, zeigen einen Filmausschnitt über ein gelungenes Beispiel des Lernens, geben Anregungen zur Reggiopädagogik und erarbeiten gemeinsam Ideen, wie Kinder sinnvoll und stressfrei gefördert werden können.

Die Begriffe „Selbstvertrauen“ und „Selbstwertgefühl“ werden oft synonym verwendet, meinen aber eigentlich etwas sehr Verschiedenes. Das Selbstwertgefühl von Kindern lässt sich im eigentlichen Sinne nicht pädagogisch machen oder fördern. Kinder entwickeln sich eigentlich gänzlich aus sich selbst heraus. Alle Menschen werden mit einem Samenkörnchen Selbstwertgefühl geboren, das zu keimen beginnt, sobald das Kind geboren wird, und das niemals aufhört zu wachsen und neue Triebe und Blüten auszubilden. Die Aufgabe von Eltern und Erziehern ist es, dem Kind den richtigen Input zu geben und darauf zu achten, dessen persönliche Integrität nicht zu kränken. Ein gesundes Selbstwertgefühl macht stark für jede Form von Beziehung, Schule und Arbeitsleben. Was Kinder brauchen, um ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln zu können, werden wir mit Ihnen in diesem Seminar erarbeiten.

Kinder, die in ihrer (frühen) Kindheit traumatisierende Erfahrungen gemacht haben, entwickeln Auffälligkeiten, die auf den ersten Blick unverständlich wirken oder gar nicht mit einem Trauma in Zusammenhang zu stehen scheinen. So können motorische Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Rückzug und Aggression Folgen einer Traumatisierung sein. Aktuell sind viele Einrichtungen und Schulen mit der Situation konfrontiert, traumatisierte Flüchtlingskinder und deren Eltern in den Kita-Alltag zu integrieren. Pädagogen in Schule und Kita sind keine Therapeuten für traumatisierte Kinder. Dennoch ist es für ihren Erziehungsalltag sehr hilfreich zu wissen, woran man eine Traumatisierung erkennt und was die Kinder konkret brauchen, um ungestört lernen zu können.

Kinder sind heutzutage zunehmenden Anforderungen und Belastungen ausgesetzt (Ganztagsbetreuung, Alleinerziehung, Leistungsdruck). Akut hinzugekommen ist die Situation von Flüchtlingskindern, die traumatische Erfahrungen mitbringen. Erstaunlich ist die vergleichsweise große Zahl von Kindern, die unter schwierigen Bedingungen aufwachsen, deren Entwicklung aber dennoch unauffällig oder sogar positiv verläuft. In diesem Seminar erfahren Sie, welche Faktoren dazu beitragen, dass Kinder Widerstandskraft entwickeln, um kritische Lebensereignisse gestärkt und selbstwirksam zu meistern. Kindertageseinrichtungen und Schulen, die sich zu einem resilienzförderlichen Bildungs- und Lebensort weiterentwickeln möchten, müssen dabei verschiedene Aspekte berücksichtigen, die wir praxisnah vermitteln.